government · 2012–2012

Airbus

UX Designer, Enterprise-Tools, Konzepte und Design-Strategie (teils NDA).

Airbus · damals EADS, Bereich Cassidian · 2012

UI Kits, bevor sie so hießen

In der Abteilung Language & eMedia habe ich Styleguides und Richtlinien für die digitalen Kanäle des Konzerns entwickelt: Mobiltelefone, Tablets, Displays und was sonst noch ein Erscheinungsbild tragen musste.

Die Aufgabe. Ein Konzern dieser Größe spricht über viele Kanäle gleichzeitig, und jeder davon war im Begriff, digital zu werden. Damit das Erscheinungsbild nicht bei jedem neuen Format auseinanderfiel, brauchte es verbindliche Regeln, die jemand auch anwenden kann.

Die Antwort. Richtlinien schreiben allein reicht nicht. Wir haben Muster und Templates gebaut, aus denen sich Inhalte schnell, einfach und konsistent erzeugen ließen. Heute würde man das ohne Zögern ein UI Kit nennen.

Die Frage war schon damals dieselbe wie heute: Wie sorge ich dafür, dass viele Menschen dasselbe Ergebnis erzeugen, ohne dass ich daneben stehe?

Systematisch zu entwerfen habe ich nicht hier gelernt, das war schon in meiner Ausbildung die Grundlage. Neu war der Maßstab: ein Konzern, viele Kanäle gleichzeitig, und die Frage, wie eine Regel bei Menschen ankommt, die man nie zu Gesicht bekommt.

Die Antwort darauf ist über die Jahre dieselbe geblieben: Konsistenz als Werkzeugfrage behandeln, nicht als Disziplinfrage. Was später bei Avira und Telefónica folgte, ist dieselbe Haltung mit besserer Technik dahinter.